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Ein Interview mit dem Direktor Ing. Stanislav Martinec

4.11.2011

Sie dürfen da den Artikel mit Hr. Martinec , dem Direktor der Gesselschaft, lesen, den in NewLetter publiziert wurde. NewLetter wurde die Unie für Schieds- und Mediaverfahren in Tschechien verlegen.

ING. STANISLAV MARTINEC, KOMA MODULAR CONSTRUCTION S. R. O.

Womit befasst sich Ihre Gesellschaft?
Mit Entwürfen, der Herstellung und Montage von Raummodulen, die für den Ausbau von Bauobjekten vorgesehen sind, das heißt mit der Methode der Raummodulation. Da es eine junge Branche ist, hier ein paar einführende Worte: Wenn Sie ein Büro-, Schul-, Kindergarten-, Hotel-, Restaurantgebäude oder Ähnliches bauen wollen, also schnell und preisgünstig, dann eignen sich die Raummodule sehr gut dafür. Auf diese Art und Weise hergestellte Gebäude erfüllen alle Normen, die für Statik, Wärme, Brandschutz und sonstige Bereiche vorgeschrieben sind. Der unschätzbare Vorteil beruht auf der Mobilität - man kann die Objekte zerlegen und an einem neuen Platz zusammenbauen. Daher kann eine solche Bauweise auch auf gemieteten Grundstücken umgesetzt werden, die Bauobjekte können ohne feste Bindung an das Grundstück einfach nur auf einen anderen Platz verlagert werden, sollte z.B. Ihr unternehmerisches Vorhaben nicht gelingen.
Für die architektonische Gestaltung ist die Mobilität kein Nachteil. Im Gegenteil, sie kann zu ihrem Vorteil sein. In der heutigen Zeit, die von Geschwindigkeit und stetigen Veränderungen gekennzeichnet ist, kopiert diese Methode unseren heutigen Lebensstil und wird von vielen Architekten genutzt. In jeder Branche sucht man nach neuen Methoden, die schneller, hochwertiger und preisgünstiger sind. In der Baubranche kann die modulare Bauweise diese Anforderungen sicherlich gut erfüllen.

Wie lange sind sie auf dem Markt tätig? Wie hat sich die Gesellschaft bis jetzt entwickelt?
Wir sind seit 1992 in der Branche tätig. Nächstes Jahr werden wir das zwanzigjährige Jubiläum feiern. Seit unserem Beginn haben wir mehr als 70 % der Produktion exportiert. Das Produktionsvolumen haben wir schrittweise von den anfänglichen zwanzig Millionen auf die derzeitige eine halbe Milliarde erhöhen können. Dank der eigenen Investitionen und zum Teil auch der EU-Förderungen haben wir die Firma in ein modernes Werk verwandeln können, das auf eine schlanke Produktion ausgerichtet ist. Als erste Firma in der Tschechischen Republik haben wir die Wohn- und Sanitärmodule nicht nur verkauft, sondern auch vermietet. Der Vermietung widmet sich heute unsere Schwesterfirma KOMA RENT. Container und Module werden von uns auch in der Slowakei vermietet, wo uns die nächste Schwesterorganisation KOMA SLOVAKIA vertritt. Die sorgt in der Slowakei auch für den Vertrieb unserer Erzeugnisse. Heuer haben wir eine dritte Schwesterfirma, die KOMA SPACE, gegründet, die vor allem auf Geschäfte mit dem Ausland ausgerichtet ist und ihren Sitz in Wien hat. Wir exportieren nach ganz Europa, aber auch über seine Grenzen hinweg. Was den Osten anbelangt, hatten wir die weitesten Lieferungen in die Mongolei. Vertreten waren auch Indien, Kasachstan oder Usbekistan. In westlicher Richtung war es Mexiko, im Norden Grönland und im Süden die Südafrikanische Republik. In der Tschechischen Republik versuchen wir die Wahrnehmung der modularen Bauweise in Form von Vorträgen, Konferenzen und Architekturwettbewerben zu stärken. Wir haben uns auch für das Abschaffen von Vorurteilen eingesetzt, die gegenüber der modularen Bauweise herrschten. Auch bei uns bekommen Sie modulare Bauobjekte zu sehen, die Städte nicht nur als Kindergärten, Schulen oder Nebenräume für Sportler, sondern auch als Businessobjekte wie Restaurants, Firmensitze oder Produktionsobjekte nutzen. Dank der Durchsetzung im Bereich Holzbauten erhalten wir in der letzten Zeit auch Anfragen nach Wohnhäusern. Zu diesem Zweck haben wir die neue Reihe ComfortLine entworfen, die auch im Niedrigenergiestandard lieferbar ist. Wir haben viele Auszeichnungen auf Messen bekommen, sind Besitzer einiger Nutzmuster und Patente, zwei Mal wurden wir als beste Innovationsfirma in der Region Zlín ausgezeichnet.

Und Ihre Vision der Zukunft?
Wir wollen auch weiterhin die breite Öffentlichkeit von den Vorteilen und Vorzügen der modularen Bauweise überzeugen. Wir behaupten nicht mehr, dass sie die gleiche Qualität wie die übliche Bauweise besitzt, sondern dass sie günstiger ausfällt. Wir wollen die bestehenden Kontakte mit den Stammpartnern aus Deutschland, der Schweiz und den Benelux-Ländern auch in der Zukunft erweitern und vertiefen. Wir wollen auch die Aktivitäten in den nordischen Ländern verstärken und die Märkte auf anderen Kontinenten als es Europa ist erobern. Dies vor allem mit den Lieferungen von Wohnobjekten für humanitäre Zwecke.

Welche Erfahrungen hat Ihre Gesellschaft mit Schiedsverfahren gemacht?
Gerichtliche Streitigkeiten und ihre Lösungen über Gerichte oder im Schiedsverfahren halten wir für den letzten Ausweg. Wir sind immer bemüht, gütliche Eignung zu erzielen und für beide Parteien akzeptable Lösungen zu finden. Und das spart uns Zeit und Geld. Uns ist es wichtig, nicht eintreibbare Forderungen und Streitfälle im Voraus zu vermeiden, dies vor allem durch den richtigen Wortlaut der Geschäftsverträge. Ihre Muster haben wir von der Union für Schieds- und Medienverfahren der Tschechischen Republik erhalten. Einen Streitfall im Schiedsverfahren haben wir nur einmal lösen müssen. Hier schätzen wir vor allem die Schnelligkeit, mit der entschieden wurde. Es handelte sich um eine Angelegenheit von einigen Wochen, wobei bei Streitigkeiten, die auf dem üblichen Gerichtsweg gelöst werden, auch ein paar Jahre dauern können.

Welche Position in der Gesellschaft vertreten Sie?
Ich bin der Inhaber und der Direktor der Firma KOMA MODULAR CONSTRUCTION und der Inhaber der übrigen Schwesterfirmen.

Warum haben Sie sich gerade diese Branche ausgesucht?
Es war ein Zufall, dass ich während der Privatisierung ein Werk in Vizovice kaufen konnte, in dem Unterkunftswagen und Aufsätze für Waggons hergestellt wurden. Ich halte mich an das Prinzip, das sagt, dass das größte Kapital, das ein Unternehmer besitzen kann, die menschlichen Ressourcen sind. Dank der Tatsache, dass ich von richtigen Menschen umgeben bin, kann ich neue Methoden in der Firmensteuerung und im Werk, bei Geschäftsabwicklungen und im Marketing durchsetzen und einführen. Darüber hinaus lerne ich dank dieser Branche viele interessante Leute aus verschiedenen Fachrichtungen kennen, kann neue Plätze besuchen und die Kultur und Bräuche von Ländern der ganzen Welt kennenlernen. Unsere Leistungen helfen auch Menschen in Not - wir konnten zum Beispiel binnen sieben Wochen eine Schule für 700 Kinder in der italienischen Stadt L‘Aquila, die vom Erdbeben betroffen war, herstellen, transportieren und zusammenmontieren. Anderseits können wir auch hochluxuriöse Sanitärmodule liefern, die mit Elektronik und bester Ausstattung eingerichtet sind, oder auch ganze Restaurants für McDonald`s. Wie breit der Anwendungsbereich unserer Erzeugnisse und Modularbauten ist, so umfangreich und bunt ist die Schar unserer Abnehmer, denen unsere Erzeugnisse entweder bei der Überwindung von schweren Situationen helfen oder einfach unternehmerische Träume erfüllen. In der Tat geht es eigentlich um eine Mission.

Bleibt Ihnen neben der Arbeit auch Zeit für irgendwelche Hobbys? Und welche sind das?
Meine Hobbys helfen mir, mich in guter physischer und psychischer Kondition zu halten. Im Sommer fahre ich gerne Mountainbike oder zusammen mit meiner Frau Rollschuhe. Im Winter bevorzuge ich den Langlaufsport. Früher habe ich mich Folkloretänzen gewidmet und dabei meine Gattin kennengelernt. Heute bevorzugen wir einen ganz anderen Tanz - und zwar den argentinischen Tango.

Was kann Ihnen wirkliche Freude bereiten und was bringt Sie so richtig auf die Palme?
Meine Kollegen werfen mir vor, dass ich nichts in Ruhe lassen kann und oft bereits eingeführte Sachen verändere. Ich bin aber der Meinung, dass nur die ständige Entwicklung und ständige Veränderungen zum Erfolg führen können. Am meisten kann es mir deshalb Freude bereiten, wenn das beabsichtigte Vorhaben gut läuft und auch meine Mitarbeiter und meine Nächsten zufrieden sind. Wo ich richtig sauer werde, sind Situationen, wenn man, anstatt nach Wegen, wie Vorfälle zu lösen sind, nur nach Ausreden sucht. So ein Mensch kann sich in unserer Firma sicherlich nicht lange halten.

 

 

 

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